Porträt
Susanne Muellers Nelsons Bewegungssprache ist vielseitig. Sie orientiert sie sich an der Architektur des Körpers und des Raumes. Die so entstehenden Bewegungen sind aber nicht nur abstrakt, sondern entsprechen unendlichen Facetten des menschlichen Daseins. In ihren Choreografien und Darbietungen bleibt der Mensch spürbar, ihre Person aber im Hintergrund.
Nach ihrer Sportkarriere im Nationaltam der Rhythmischen Gymnastik widmete sich Susanne Mueller Nelson seit 1984 der künstlerischen Seite der Bewegung und absolvierte zuerst ihre Tanzausbildung in Montpellier. Dort kam sie auch mit der Arbeit von Rui Horta und Dominique Bagouet in Kontakt. Diese beiden sehr unterschiedlichen Ansätze, so wie die darauf folgenden 4 Jahre Aufenthalt in New York (veranlasst durch ein Stipendium der Otto Tschumi Stiftung) prägten ihr weiteres Schaffen: einerseits die Freude an der "reinen" Bewegung, andereseits das Ausloten der Bewegung bis an die physische Grenzen und die Auseinandersetzung mit Raum, Präsenz und die Beziehung zum Publikum.
Die Lust am Erforschen der Bewegung und des Menschen, der sie ausführt, bildet die Grundlage von Susanne Mueller Nelsons Arbeit. Die Auseinandersetzung mit Raum und Grenzen bieten Anlass für wiederkehrenden Fragen. Antworten darauf können ernst, energisch, poetisch oder humorvoll sein. Die Stücke sind sowohl choreografiert, als auch improvisiert oder site specific. Im Moment besteht ihre Arbeit hauptsächlich aus Performances, die Insant Composition verwenden, um künstlerische Aussagen zu machen. Susanne Mueller Nelson arbeitet regelmässig mit Künstler/innen aus anderen Kunstsparten.
Sie hat bis jetzt 5 abenfüllende und einige kürzere Stücke produziert, welche in der Schweiz und im Ausland gezeigt wurden. Daneben ist sie eine gefragte Gastlehrerin im In- und Ausland.
Seit 2005 ist sie diplomierte Feldenkrais® Lehrerin. Diese Arbeit prägt seither auch ihr künstlerisches Schaffen.